Aktuelle Beiträge aus allen Rubriken
Verfahrensrecht 08.10.2026
Eine überarbeitete Außenprüfungsordnung ist am 10.09.2026 in Kraft getreten. Gegenüber der noch aus dem Jahr 2000 stammenden Betriebsprüfungsordnung ergeben sich einige Änderungen, u.a. die Aufnahme eines risikoorientierten Prüfungsansatzes, die Festlegung einer zeitnahen Außenprüfung als allgemeinen Prüfungsgrundsatz, die Möglichkeit der Vereinbarung von Rahmenvereinbarungen mit dem Finanzamt sowie Regelungen zum qualifizierten Mitwirkungsverlangen.
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Grundsteuer/ Grunderwerbsteuer 08.10.2026
Mehrere zeitlich aufeinanderfolgende Umstrukturierungsschritte können die grunderwerbsteuerliche Konzernbegünstigung nach § 6a GrEStG infolge einer Verletzung der Nachbehaltensfrist gefährden. Das FG Niedersachsen nimmt eine vorgangsbezogene Bestimmung des herrschenden Unternehmens vor. Die fortbestehende Beherrschung durch einen übergeordneten Gesellschafter genügt nicht. Eine nachfolgende Abspaltung kann daher zum Verlust der Steuerbegünstigung führen.
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Indirekte Steuern/Zoll 08.10.2026
Mit der Verordnung (EU) 2026/2108 vom 16. September 2026 hat die EU den reformierten Unionszollkodex (R-UZK) verabschiedet. Die Reform gilt als die größte Neuausrichtung des europäischen Zollrechts seit Jahrzehnten und soll die Zollunion stärker digitalisieren, vereinheitlichen und auf die Herausforderungen des globalen Handels sowie des E-Commerce ausrichten. Die Anwendung erfolgt schrittweise ab dem 21. September 2027, einzelne Regelungen gelten bereits seit 20. September 2026.
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Rechnungslegung 01.10.2026
Werden bei einer Verschmelzung auf eine andere Körperschaft in der steuerlichen Schlussbilanz die übergehenden Wirtschaftsgüter mit dem gemeinen Wert angesetzt (vgl. § 11 Abs. 1 S. 1 UmwStG), so ist auch ein selbst geschaffener Geschäfts- oder Firmenwert anzusetzen. Dieser kann allerdings nicht negativ sein.
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Transfer Pricing 01.10.2026
Die Zahlung eines sogenannten Markterschließungszuschusses an eine ausländische (gegebenenfalls) "nahestehende" Gesellschaft kann dem Fremdvergleich standhalten und betrieblich veranlasst sein, wenn damit höhere Lizenzeinnahmen erzielt werden sollen. Die entsprechenden Aufwendungen für die Markterschließung können Anschaffungskosten eines geschäftswertähnlichen immateriellen Wirtschaftsguts darstellen.
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Unternehmensteuer 25.09.2026
Der Bundesrat hat am 25.09.2026 zum Regierungsentwurf eines Jahressteuergesetzes 2026 Stellung genommen. Zu den wesentlichen Punkten zählen Vorschläge für Änderungen bei der Verlustverrechnung für Kommanditisten, der Thesaurierungsbegünstigung und den geringwertigen Wirtschaftsgütern sowie Vorschläge zur Immobilienbesteuerung, Unternehmensnachfolge und Gewerbesteuer.
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