Aktuelle Beiträge aus allen Rubriken
Grundsteuer/ Grunderwerbsteuer 09.07.2026
Vereinbart ein Gesellschafter einer grundstücksbesitzenden Personengesellschaft mit einem Treugeber den Gesellschaftsanteil treuhänderisch für diesen zu halten, ist das Grundstück dennoch grunderwerbsteuerrechtlich der Personengesellschaft weiterhin zuzurechnen. Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 2 GrEStG wird durch die allein auf die Gesellschaftsanteile bezogene Treuhandvereinbarung nicht ausgelöst.
Der spätere Erwerb der unmittelbaren Beteiligung an der grundbesitzenden Personengesellschaft durch den Treugeber vom Treuhänder erfüllt allerdings den Tatbestand des § 1 Abs. 2a S. 1 GrEStG.
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Rechnungslegung 09.07.2026
Die für die Bildung der Rücklage nach § 6b Abs. 4 S. 1 Nr. 2 EStG erforderliche sechsjährige Zugehörigkeit des veräußerten Wirtschaftsguts zum Anlagevermögen einer inländischen Betriebsstätte ist gewahrt, wenn ein weiterveräußertes Grundstück zuvor zwischen beteiligungsidentischen Schwester-Personengesellschaften (teil-)entgeltlich übertragen und dem zu 100% beteiligten Kommanditisten wirtschaftlich mindestens sechs Jahre zuzurechnen war.
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Internationales Steuerrecht 02.07.2026
Die EU-Kommission hat am 24.6.2026 den Entwurf der Neufassung der Richtlinie über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden (DAC Recast) vorgestellt. In dieser Überarbeitung werden die bisherigen neun DAC-Richtlinien zusammengeführt und gleichzeitig einige Vereinfachungen und Neuerungen eingeführt. Der Richtlinienentwurf ist Teil der EU-Initiative zur Verringerung des Compliance-Aufwands für Unternehmen und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Binnenmarkts.
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Indirekte Steuern/Zoll 02.07.2026
Mit einer aktuellen Verwaltungsanweisung präzisiert das BMF die Grundsätze für nach dem 31.12.2025 gestellte Vorsteuer-Vergütungsanträge von Drittlandsunternehmern.
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Internationales Steuerrecht 01.07.2026
Am 24.06.2026 hat die Europäische Kommission den Reformvorschlag der Directive on Administrative Cooperation (DAC) als Teil des Steuervereinfachungspakets veröffentlicht („DAC-Recast“), das auch den Richtlinienentwurf zur sogenannten Tax Omnibus-Initiative umfasst. Ein zentraler Bestandteil dieses Pakets ist die Überarbeitung der DAC6-Regelungen, also der Mitteilungspflicht für grenzüberschreitende Steuergestaltungen. Ziel ist eine deutliche Reduzierung von Meldeaufwand sowie ein stärker risikobasierter Ansatz. Für Unternehmen bedeutet dies potenziell weniger Reporting, zugleich aber auch neue Abgrenzungsfragen.
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Unternehmensteuer 25.06.2026
Ein durch Forderungs- und Schuldenkollision entstandener Gewinn („Konfusionsgewinn“) ist kein Gewinn aus einer Wertaufholung nach vorangegangener Teilwertabschreibung. Daher vertritt der BFH erstmalig höchstrichterlich die Auffassung, dass die Vorschrift des § 8b Abs. 3 S. 8 KStG i.d.F. des JStG 2008 (aktuell § 8b Abs. 3 S. 9 KStG) auf Konfusionsgewinne nicht anwendbar ist. Mangels planwidriger Regelungslücke kommt nach Ansicht des BFH auch keine analoge Anwendung in Betracht. Das sieht auch die Finanzverwaltung im aktuellen Umwandlungssteuererlass vom 02.01.2025 so.
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