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Rechnungslegung

13.08.2010 – Rechnungslegung

E-Bilanz im XBRL-Format im internationalen Vergleich aus Beratersicht

Für Zwecke einer effizienteren Durchführung des Besteuerungsverfahrens hat Deutschland nach Großbritannien die verpflichtende elektronische Übermittlung von Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen im XBRL-Format in § 5b EStG eingeführt. Dies wird die Zusammenarbeit zwischen Steuerpflichtigen und der Finanzverwaltung ab dem VZ 2011 maßgeblich verändern. Aus Beratersicht besteht diesbezüglich grundlegender Klärungsbedarf.

 

12.08.2010 – Rechnungslegung

BFH: Rechnungsabgrenzung für Kfz-Steueraufwand – Berichtigung eines objektiv falschen Bilanzansatzes

Für in einem Wirtschaftsjahr gezahlte Kfz-Steuer ist ein Rechnungsabgrenzungsposten zu aktivieren, soweit die Steuer auf die voraussichtliche Zulassungszeit des Fahrzeugs im nachfolgenden Wirtschaftsjahr entfällt. Diese Rechnungsabgrenzung bei Bilanzaufstellung war nicht zweifelhaft, sodass der Ausgang des Verfahrens vor dem Großen Senat zum sog. "subjektiven Fehlerbegriff" nicht abzuwarten war.

 

26.07.2010 – Rechnungslegung

BFH: Abgrenzung von Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen

Bei Baumaßnahmen an Immobilien kann nicht im Wege einer tatsächlichen Vermutung aus der Höhe der Aufwendungen im Verhältnis zum Kaufpreis auf das Vorliegen von Herstellungskosten geschlossen werden. Vielmehr müssen hierfür die Maßnahmen bei mindestens drei der „Kern-Bereiche“ (Heizung, Sanitär, Elektro und Fenster) jeweils zu einer Standarderhöhung geführt haben.

 

26.07.2010 – Rechnungslegung

FG Berlin-Brandenburg: Finanzierbarkeit einer Pensionszusage - Passivierung des niedrigeren Teilwerts anstelle des Anwartschaftsbarwerts

Die Finanzierbarkeit einer Pensionszusage hängt davon ab, ob die Passivierung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtung im Zusagezeitpunkt zur Überschuldung der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne führen würde. Statt des Anwartschaftsbarwerts kann die Kapitalgesellschaft den niedrigeren Teilwert gemäß § 6a EStG ansetzen, wenn sie diesen nachweist (Rechtslage vor BilMoG).

 

26.07.2010 – Rechnungslegung

FG Sachsen-Anhalt: Bestimmung des Teilwerts eines Grundstücks im finanzgerichtlichen Verfahren

Hat der Antragsteller im finanzgerichtlichen Verfahren wegen Aussetzung der Vollziehung (AdV) substantiiert die Möglichkeit dargetan, dass der Wert eines Grundstücks unter die Anschaffungskosten gefallen sein kann, so ist ihm nicht zuzumuten, seinen Vortrag durch Vorlage eines Sachverständigengutachtens zu untermauern. Vielmehr hat das Gericht den Teilwert selbst zu ermitteln.

 

26.07.2010 – Rechnungslegung

DSR: Deutscher Rechnungslegungs Standard (DRS) 18 – latente Steuern – verabschiedet

Der Deutsche Standardisierungsrat (DSR) hat den DRS 18 - Near Final Standard „Latente Steuern” - veröffentlicht. Die vorliegende Fassung wurde am 08.06.2010 vom DSR verabschiedet. Der Standard wird nun zum Zwecke erforderlichen Bekanntmachung an das Bundesministerium der Justiz weitergeleitet.

 

24.06.2010 – Rechnungslegung

BMF: Maßgeblichkeit der handelsrechtlichen GoB für die steuerliche Gewinnermittlung - hier: Herstellungskosten

Das BMF gibt die zeitliche Anwendung der im Schreiben vom 12.03.2010 enthaltenen Regelung zur steuerrechtlichen Aktivierungspflicht von Herstellungskosten vor.

 

22.06.2010 – Rechnungslegung

OFD Münster: Bildung einer Rückstellung für Aufwendungen zur Anpassung eines EDV-Systems an die GDPdU

Der Ansatz einer Rückstellung setzt voraus, dass an die Verletzung der Verpflichtung zur Anpassung Sanktionen geknüpft sind. Diese Sanktionsbewährung ist erst durch das JStG 2009 mit Wirkung ab dem 25.12.2008 eingeführt worden (Verzögerungsgeld gem. §146 Abs. 2b AO). Daher können erstmals in nach dem 24.12.2008 endenden Wirtschaftsjahren Rückstellungen für Anpassungsverpflichtungen passiviert werden.

 

22.06.2010 – Rechnungslegung

FG Düsseldorf: Durch Anteilsvereinigung ausgelöste Grunderwerbsteuer stellt Anschaffungsnebenkosten dar

Fällt im Zusammenhang mit der Einbringung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft nach § 1 Abs. 3 GrEStG Grunderwerbsteuer an, so gehört diese nicht zu den sofort abzugsfähigen Betriebsausgaben, sondern zu den Anschaffungsnebenkosten. Für die Qualifikation der Grunderwerbsteuer als Anschaffungsnebenkosten kommt es nicht auf das Wertverhältnis von Grundstücken und Anteilen an.

 

22.06.2010 – Rechnungslegung

BMF: Bilanzsteuerrechtliche Behandlung von schadstoffbelasteten Grundstücken

Das BMF hat die Voraussetzungen konkretisiert, unter denen Rückstellungen für Sanierungsverpflichtungen und Teilwertabschreibungen bei schadstoffbelasteten Grundstücken gebildet bzw. durchgeführt werden können.

 

25.05.2010 – Rechnungslegung

FG S-H: Kein zwangsläufiger Wegfall des Pensionsanspruchs bei vorübergehendem Gehaltsverzicht des Gesellschaftergeschäftsführers

Ein vorübergehender Gehaltsverzicht des Gesellschafter-Geschäftsführers zum Zwecke der Bewältigung einer wirtschaftlichen Ausnahmesituation der GmbH führt auch bei vertraglicher Verknüpfung der Pensionszusage mit den Aktivbezügen nicht zwangsläufig zum Wegfall des Pensionsanspruchs. Besteht nach dem Ergebnis der ergänzenden Vertragsauslegung der Pensionsanspruch vorläufig fort, dann liegt insoweit keine Überversorgung (sogen. Nur-Pension) vor.

 

25.05.2010 – Rechnungslegung

BFH: Keine Rückstellung für Pensionsleistungen in Abhängigkeit von künftigen gewinnabhängigen Bezügen

Für eine Pensionsverpflichtung darf nach § 6a Abs. 1 Nr. 2 EStG 1997/2002 eine Rückstellung nicht gebildet werden, wenn die Pensionszusage Pensionsleistungen in Abhängigkeit von künftigen gewinnabhängigen Bezügen vorsieht. Das ist bei Gewinntantiemen der Fall, welche nach Erteilung der Pensionszusage entstehen.

 

25.05.2010 – Rechnungslegung

BFH: Aktive Rechnungsabgrenzung - Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs auf die Beurteilung von Rechtsfragen

Dem Großen Senat des BFH wird zur Prüfung die bilanzsteuerrechtliche Grundsatzfrage vorgelegt, ob bei ungeklärten bilanzrechtlichen Zweifelsfragen sowohl der Bilanzierende als auch das Finanzamt an die eingereichte Bilanz gebunden sind.

 

22.04.2010 – Rechnungslegung

BFH: AfA-Befugnis bei Gebäude auf fremdem Grund und Boden

Die vom Steuerpflichtigen getragenen Herstellungskosten eines fremden Gebäudes, das er zu betrieblichen Zwecken nutzen darf, sind bilanztechnisch "wie ein materielles Wirtschaftsgut" zu behandeln und nach den für Gebäude geltenden AfA-Regeln abzuschreiben.

 

22.04.2010 – Rechnungslegung

Finanzministerium NRW: Steuerliche Auswirkungen des Verzichts eines Gesellschafter-Geschäftsführers auf eine Pensionsanwartschaft

Mit Erlass vom 17.12.2009 hat das Finanzministerium NRW zum Verzicht eines Gesellschafters auf eine Pensi-onsanwartschaft gegenüber seiner Kapitalgesellschaft Stellung genommen.

 

25.03.2010 – Rechnungslegung

BMF: Schreiben zur Anwendung des geänderten Maßgeblichkeitsgrundsatzes nach Inkrafttreten des BilMoG

Mit Schreiben vom 12.03.2010 nimmt das BMF zu den Änderungen des Maßgeblichkeitsgrundsatzes durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz Stellung.

 

19.03.2010 – Rechnungslegung

FG: Abschreibung von Windkraftanlagen und damit in Zusammenhang stehenden Wirtschaftsgütern

Eine Windkraftanlage ist kein einheitliches Wirtschaftsgut, sondern besteht aus mehreren eigenständigen (beweglichen, unbeweglichen, immateriellen) Wirtschaftsgütern, welche gesondert abzuschreiben sind.

 

19.03.2010 – Rechnungslegung

BFH: Wertaufholungen sind vorrangig mit steuerlich unwirksamen Teilwertabschreibungen zu kompensieren

Wertaufholungen, denen in früheren Jahren sowohl steuerwirksame als auch steuerunwirksame Abschreibungen von Anteilen auf den niedrigeren Teilwert vorangegangen sind, sind zunächst mit den nicht steuerwirksamen und erst danach - mit der Folge der Steuerpflicht daraus resultierender Gewinne - mit den steuerwirksamen Teilwertabschreibungen zu verrechnen.

 

19.03.2010 – Rechnungslegung

OFD Hannover: Verfügung betr. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten; Verpflichtung zum Abbruch, zur Verfüllung und Rekultivierung von Erdgasspeichern

Rückstellungen für die Verpflichtung zum Abbruch, zur Verfüllung und zur Rekultivierung im Zusammenhang mit der Aufgabe eines Erdgasspeichers dürfen nicht mehr mit dem Hinweis auf eine mangelnde zeitliche Konkretisierung versagt werden. Ist der Zeitraum, in dem die Verpflichtung zu erfüllen ist, zumindest bestimmbar, können Rückstellungen gebildet werden.

 

23.02.2010 – Rechnungslegung

BMF: Bildung von Pensionsrückstellungen nach § 6a EStG bei Erbringung der Versorgungsleistungen durch externe Versorgungsträger im sog. Umlageverfahren

Für eine Pensionszusage kann eine Pensionsrückstellung nicht gebildet werden, wenn der versorgungsverpflichtete Arbeitgeber Mitglied einer Versorgungskasse ist und die Versorgungsleistungen von dieser Versorgungskasse im sog. Umlageverfahren erbracht werden.

 

23.02.2010 – Rechnungslegung

FG: Rückstellung für drohende Inanspruchnahme aus Avalhaftung

Für die Übernahme einer Garantie zur Sicherung vermittelter Kredite gegenüber dem Kreditgeber kann eine Rückstellung für die drohende Inanspruchnahme aus der Garantieerklärung gebildet werden. Dies ist dann möglich, wenn die Garantie als einseitig verpflichtendes Rechtsgeschäft zu qualifizieren ist.

 

23.02.2010 – Rechnungslegung

BFH: Bemessungsgrundlage für Absetzungen für Abnutzung nach Einlage zum Teilwert

Bemessungsgrundlage für Absetzungen für Abnutzung nach Einlage ist die Differenz zwischen dem Einlagewert und den vor der Einlage bei den Überschusseinkunftsarten bereits in Anspruch genommenen planmäßigen und außerplanmäßigen Absetzungen.

 

23.02.2010 – Rechnungslegung

BMF: E-Bilanz – Information zur Einführung der elektronischen Übermittlung von Jahresabschlüssen

Bilanzierende Unternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, dem Finanzamt Jahresabschlüsse für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2010 beginnen, elektronisch zu übermitteln. Hierbei handelt es sich um ein zentrales Vorhaben zum nachhaltigen Abbau von Bürokratie, welches durch das Steuerbürokratieabbaugesetz im Dezember 2008 festgeschrieben wurde. Mit Schreiben vom 05.02.2010 informiert das Bundesministerium der Finanzen über den derzeitigen Arbeitsstand zur Umsetzung dieses gesetzlichen Auftrags.

 

12.02.2010 – Rechnungslegung

BFH: Passivierung „angeschaffter“ Drohverlustrückstellungen

Betriebliche Verbindlichkeiten, welche beim Veräußerer aufgrund von Rückstellungsverboten in der Steuerbilanz nicht bilanziert worden sind, unterliegen beim Erwerber, der die Verbindlichkeit im Zuge eines Betriebserwerbs gegen Schuldfreistellung übernommen hat, keinem Passivierungsverbot. Der Erwerber muss eine ungewisse Verbindlichkeit ausweisen, welche mit ihren Anschaffungskosten oder dem höheren Teilwert zu bewerten ist.

 

29.01.2010 – Rechnungslegung

BFH: Teilwertabschreibung einer Forderung im Rahmen der Betriebsaufspaltung

Der Teilwert einer Forderung bei einer Betriebsaufspaltung kann nur nach den Maßstäben abgeschrieben werden, die für die Teilwertberichtigung der Beteiligung am Betriebsunternehmen durch das Besitzunternehmen bestehen. Hierbei ist eine Gesamtbetrachtung der Ertragsaussichten von Besitz- und Betriebsunternehmen notwendig.

 

22.01.2010 – Rechnungslegung

BMF: Auswirkungen des BilMoG auf die steuerliche Anerkennung einer Organschaft: Keine Anpassung bestehender Gewinnabführungsverträge erforderlich

Das BMF hat zu den Auswirkungen der Änderung einzelner Bilanzierungsvorschriften durch das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) auf die steuerliche Anerkennung ertragsteuerlicher Organschaftsverhältnisse Stellung genommen. Danach ergibt sich kein Anpassungsbedarf für bestehende Gewinnabführungsverträge. Bei der Durchführung der Verträge sind die Änderungen jedoch zu beachten.

 

11.01.2010 – Rechnungslegung

BFH: Abzinsung unverzinslicher Gesellschafterdarlehen

Der BFH hat entschieden, dass unverzinsliche Gesellschafterdarlehen nach Maßgabe des § 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG grundsätzlich auch dann abzuzinsen sind, wenn es sich aus handelsrechtlicher Sicht um Darlehen mit Eigenkapital ersetzenden Charakter handelt.

 
 
 
 
 

27.11.2009 – Rechnungslegung

Ansprüche an das Tax Reporting steigen stetig

 
 
 
 
 
 
 
 

17.12.2008 – Rechnungslegung

FG Düsseldorf: Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten bei verbilligter Abgabe von Mobilfunkgeräten

Geldwerte Sachleistungen sind als Ausgaben i.S.d. § 5 Abs. 5 S. 1 Nr. 1 EStG zu qualifizieren. Die damit verbundene Gewinnminderung ist aktiv auf die Mindestlaufzeit des Mobilfunkdienstleistungsvertrages abzugrenzen.

 
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